Mittwoch, 30. August 2017

Rezension zu Im Ghetto gibt es keine Schmetterlinge




Preis: € 8.99 [D]
Einband: Taschenbuch
Seitenanzahl: 288
Altersempfehlung: ab 14
Meine Wertung: 4 Federn
Reihe: -
Verlag: cbj
Leseprobe: Hier reinlesen!






Klapptext:


"Nach einer wahren Geschichte...

Wir  von der Reaktion  haben uns in den Kopf gesetzt, alles in unserer Zeitung zu berichten. Vedem ist wie ein Trichter, in dem sich die Stimmen des Ghettos sammeln, und was bleibt, sind die Geschichten und Artikel, die Zeichnungen, die mit Bleistift beschriebenen Blätter. Manchmal auch ein Gedicht, ein flüchtiger Gedanke. Natürlich ist das illegal. Es gibt Leute, die sagen , wir würden unser Leben riskieren, andere meinen, dass die Nazis sich nicht die Mühe machen, ein paar harmlose Jungs ins zu nehmen. Ich glaube lieber den ersten. 

Theresienstadt 1942: Die Nazis haben ein Lager für Juden errichtet, das zeitweise als Vorzeigelager dient. Doch es ist nur eine Station auf dem Weg in die Vernichtungslager. Inmitten dieser Hoffnungslosigkeit gründen Kinder eine Zeitschrift, um gegen das Grauen anzuschreiben. Sie treffen sich heimlich und verfassen Berichte über das Lager. Aber sie zeichnen auch Bilder, führen Interviews oder schreiben Gedichte. 

Matteo Corradini bringt dem Leser auf berührende Weise das Schicksal dieser Kinder nahe."

Meine Meinung:


Ein bewegendes Buch aus der Zeit des Nationalsozialismus, welches auf wahren Ereignisse beruht. Die Geschichte wird aus Kinderaugen geschrieben, was sie noch bewegender macht, als das Thema schon ist.

Am Anfang hatte ich etwas Mühe in die Geschichte reinzukommen, das lag unteranderem an der gewöhnungsbedürftig Erzählungsweise. Träume und Ereignisse, die der Protagonist erlebt, wechseln sich ab. Manchmal habe ich etwas den Faden verloren, ob dies jetzt wirklich passiert ist oder doch nur im Traum. Dies legte sich, aber nach ein paar gelesen Kapitel. Durch diese Vermischung der Realität und Träume, zeigt der Autor die schreckliche Zeit, die diese Menschen erleben mussten.

„Hier im Ghetto ist die Schule ein Ort der Freiheit und der Freude, anders als in Prag.“ Seite 88.

Der Autor Matteo Corradini verschönert, die schreckliche Situtation in Theresienstadt auf keinen Falls, auch wenn die Geschichte aus der Sicht eines Kindes geschrieben ist.

Trotz der unglaublich schrecklichen Geschichte liest sich das Buch sehr flüssig. Das Buch konnte ich dennoch nicht so schnell beenden, wie ich erwartet hatte. Dies lag nicht am Schreibstil des Autors, sondern an der Geschichte selbst. Musste manchmal das Buch auf die Seite legen und über das Geschriebene nachzudenken. 
  

Zum Autor:


Matteo Corradini, geboren 1975, ist Hebraist und Schriftsteller. Er beschäftigt sich mit Didaktik der Schoah und arbeitet an verschiedenen Kunstprojekten. Er forscht in den Niederlanden und in Theresienstadt, wo er Geschichten und Gegenstände, vor allem Musikinstrumente, wieder zum Leben erweckt. Matteo Corradini ist außerdem der Kurator der neuen italienischen Ausgabe von Anne Franks Tagebuch.


Fazit:

Ein Jugendbuch über eine Zeit, die nie vergessen werden darf. Eine tolle Geschichte, die auf wahren Begebenheiten basiert bei der, aber etwas die Handlung fehlte. Deshalb gebe ich dem Buch 4 Federn. 


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